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Ghee, das ayurvedische Lebenselixier


Ghee gilt in der ayurvedischen Küche als Lebenselixier und Verjüngungsmittel, nicht nur in der Küche sondern auch bei vielen Massagen und therapeutischen Anwendungen, wegen seiner entgiftenden und ausgleichenden Eigenschaften. Ghee ist geklärte Butter, befreit von den Eiweißanteilen, also Butterreinfett, dadurch ist es für den Körper leichter zu verdauen als Butter oder andere Fette. Ghee ist stark erhitzbar, ohne seine positiven Wirkungen zu verlieren.

 

Ghee

  • ist leicht verdaulich und wird einfach und sanft vom Darm aufgenommen. So gelangt es in die Körperzellen und bindet dort freie Radikale, viel besser als Vitamine dies können
  • stärkt die Verdauungsorgane und die Leber und macht Speisen bekömmlicher
  • enthält Spurenelemente, die den Darm nähren
  • regt den Appetit und den gesamten Stoffwechsel an
  • regt Ausscheidungen an, entsäuert, entgiftet und reinigt den Organismus
  • intensiviert den Geschmack der Speisen und der Vitamin- und Vitalstoffgehalt bleibt erhalten
  • ist ein ideales Transportmittel zur Aufnahme fettlöslicher Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente im Körper
  • stärkt das Immunsystem und hat entzündungshemmende Wirkung
  • kühlt übermäßige Hitze und vermindert Sodbrennen
  • nährt alle sieben Körpergewebe (Plasma, Blut, Muskeln, Fett, Knochen, Knochenmark und
  • Nerven, Fortpflanzungsgewebe)
  • verbessert das Gedächtnis und die Gehirnfunktion
  • hält die Gelenke geschmeidig und sorgt für eine weiche, glänzende Haut
  • unterstützt die Bildung der Lebensenergie, die der Körper jeden Tag aus der Nahrung gewinnt (ojas) und stärkt so die Ausstrahlungskraft
  • gleicht alle drei Lebensenergien (doshas) Vata, Pitta und Kapha aus
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Zubereitung:

 

Butter (am Besten Bio-Süßrahmbutter) in einem Topf mit dickem Boden bei schwacher Hitze langsam schmelzen lassen. Dabei mit einem Holzlöffel die Butter etwas bewegen, damit sie nicht braun wird.

 

Wenn die Butter vollständig geschmolzen ist, Hitze erhöhen und die Butter einmal aufkochen lassen bis sie anfängt zu schäumen. Je nach Menge sind es 2 bis 4 Minuten.

 

Dann auf kleinste Stufe zurückschalten und die Butter offen sanft köcheln lassen, ab und zu mit dem Holzlöffel vorsichtig umrühren. Es ist normal, dass sich am Boden etwas absetzt, das ist das Eiweiß, deswegen Vorsicht! Topfboden nicht kratzen. Wenn das Eiweiß am Topfboden leicht braun wird, ist es nicht schlimm, da wird das Ghee nussiger im Geschmack, aber jetzt muss man wirklich aufpassen, dass es nicht anbrennt! Ist die Flamme vielleicht doch nicht auf 1? :-)

 

Auf der Oberfläche bildet sich Schaum: das ist auch Eiweiß. Die Eiweißbestandteile können in regelmäßigen Abständen abgeschöpft werden oder mit dem Holzlöffel einfach zur Seite geschoben werden, um zu sehen, ob das Ghee fertig ist.

 

Das Ghee ist fertig wenn das Fett so klar ist, dass man den Topfboden ganz ohne Trübung sehen kann. Das Ghee durch ein feines Sieb, das mit einem feuchten ausgelegt ist, in ein sauberes Gefäß abseihen, und unbedingt abkühlen lassen bevor das Gefäss verschlossen wird.

 

Ghee gehört nicht in den Kühlschrank! Ghee hält sich monatelang an einem kühlen und trockenem Ort, darum kann man große Vorratsmengen kochen. Ein Kilo Butter ergibt 750-800 g Ghee. Ideal als Gefäß für das fertige Ghee ist ein glasierter Ton- oder Steintopf oder ein Porzelangefäß mit Deckel. Ghee immer mit einem sauberen Löffel herausnehmen!!

 

Ayurvedischer Kaffee

 

Kaffee hat viele positiven Eigenschaften. Er öffnet die Körperkanäle und verdünnt das Plasma, das Gehirn arbeitet schneller, tiefe Erinnerungen aus unserer erdigen und seelischen Ursprung werden geweckt. Kaffee kann auch unsere Hautzellen verjüngen.

 

Voraussetzung ist die richtige Wahl, Zubereitung und Zugabe der Gewürze! Z.B. eine Mischung aus grünem Kardamom, schwarzem Pfeffer, Sternanis, Nelken und getrocknetem Ingwer. Kakaobohnen, Koriander, schwarzer Kardamom, Fenchel- und Anissamen, Zimtstange, Vanille, Piment, Tonkabohne und Muskatnuss (in kleinen Mengen) sind auch sehr förderlich und schmecken im Kaffee hervorragend!

 

  • 1/2 Liter Wasser zum Kochen bringen, 1 Prise Salz hinzufügen. Währenddessen 1 TL Gewürzmischung (nach Geschmack) grob zerstoßen.
  • Wenn das Wasser kocht, die Gewürze hinzu geben und köcheln lassen, bis das Wasser sich färbt und die Gewürze ihren Duft verströmen.
  • Nun 2 EL Espressopulver (nach Geschmack) hinzufügen, umrühren. Vorsicht, dass es nicht überschäumt! Evtl. die Flamme reduzieren. Köcheln bis die Schaumbildung beendet ist.
  • Mit einem Sieb den Kaffee filtern. Nach Geschmack mit ein wenig Sahne und braunem Zucker genießen.

 

Die Wirkstoffe des Kaffees sind seine Öle. Die Gewürze unterstützen die gesunden Wirkstoffe des Kaffees, neutralisieren Gerbstoffe und Säure und machen den Kaffee bekömmlicher, magenfreundlicher, aromatisch und wohlschmeckend.

BEAUTY-SPECIAL: Nahrung für die Schönheit

 

Schönheit und Gesundheit sind abhängig von der Energie die in uns steckt. Das heißt: je mehr Vitalstoffe wir in Form von frischen, naturbelassenen Lebensmitteln zu uns nehmen, umso mehr Energie und Klarheit haben wir: die wiederum schenken uns gute Laune und eine wunderschöne Ausstrahlung!

 

Für ein schönen, strahlenden Teint sind bittere Gemüse und Kräuter wie zB Spinat, Fenchel, Kürbis, Petersilie, Koriander oder Basilikum ein Muss. Gleich drei davon findet Ihr in dem folgenden Gemüse-Curry. Dazu Kurkuma: Die Wurzel mit den vielen Heilkräften wirkt als Therapeutika gegen Hauterkrankungen, Unreinheiten und Alterungsprozess der Haut. Sie ist außerdem für ihre antiseptische, entzündungshemmende und blutreinigende Eigenschaften bekannt.

 

Die Hauptzutaten der köstlichen Süßspeise sind Mandeln und Aprikosen: beide tragen zur Verjüngung und Regeneration der Haut bei. Die ausgleichende Wirkung des Rosenwassers auf das Nervensystem hilft gegen Stress... und Stress lässt uns bekanntlich schneller altern! :-) Kardamom ist ein allgemeines Stärkungsmittel und hat eine wärmende und antiseptische Wirkung. Er leitet Sauerstoff ins Gehirn, man gewinnt Klarheit... auch gut für unsere Ausstrahlung! :-)

 

Und als Starter in den Tag ein Beauty-Kick mit kostbarem Safran. Safran ist ein Stärkungsmittel, gibt viel Energie und stärkt die kreative Lebensenergie. Außerdem trägt er zur Hauterneuerung bei. Und bei einem solchen kostbaren Zaubertrank fühlt sich Frau schon früh morgen wie eine (Schönheits-)Königin ;-)





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Ayurveda-Ernährung im Winter

Gesundheit, Energie und Genuss in der kalten Jahreszeit

 

In der Natur äußern sich die Jahreszeiten als Zyklen mit unterschiedlich wirkenden Kräften.
Wir sind der Wandlung dieser natürlichen Rhythmen unterworfen und gleichzeitig ein Abbild davon.

Gesundheit ist nach dem Ayurveda die dynamische Harmonie der inneren und äußeren Kräfte. Das heißt konkret, dass der Mensch als Mikrokosmos im Einklang mit den Kräften des Makrokosmos leben soll.

 

Warum ist der Winter eine Herausforderung für unseren Körper?
Im Winter hat unser Körper -genauso wie die Natur- das Bedürfnis, zur Ruhe zu kommen. Der berufliche Alltag aber nimmt keine Rücksicht auf unseren natürlichen Rhythmus.
Dazu kommen die extremen Wetterbedingungen: draußen Kälte und Feuchtigkeit, trockene Wohnräume durch Heizungsluft, schwächen unser Immunsystem. Die längere Phase mit wenig Tageslicht setzt uns auch seelisch zu.
Wir haben im Winter mehr Lust als sonst, einfach zu Hause zu sein, und es uns gemütlich zu machen: Kerzen anzünden, ein sinnliches Bad genießen. Wir haben auch mehr Lust auf Essen und Genuss, auf deftige und süße Speisen.

 

Ist es nicht ungesund?
Ayurveda betrachtet diese Bedürfnisse als völlig natürlich, und wir dürfen denen nachgehen, denn unser Körper braucht in der kalten Jahreszeit Wärme und Energie, um Substanz aufzubauen. Diese wird benötigt, um bei extremen Bedingungen den Wärmehaushalt aufrechtzuerhalten und das Immunsystem zu stabilisieren. Da unser Verdauungsfeuer im Winter sehr gut brennt, können wir auch schwere Speisen gut verdauen.

Außerdem spielen im Ayurveda Genuss und Freude am Essen eine wesentliche Rolle. Genießen tut unserer Seele gut!
Ayurveda stellt keine Verbote, sondern gibt uns Ernährungsempfehlungen. Wenn wir uns überwiegend nach ihnen richten, merken wir, wie wir allmählich sensibler für die Bedürfnisse unseres Körpers werden. Wir lassen uns nicht mehr von ständig neuen Ernährungsweisen und -kontroversen verunsichern, sondern besinnen uns wieder auf uns selbst zurück und vertrauen immer mehr der innewohnenden Intelligenz unseres Körpers.

 

Wie können Gewürze uns in der kalten Jahreszeit unterstützen?
Um nur einige zu nennen: Ingwer, Muskat, Pfeffer und Zimt helfen uns bei der Verwertung schwerer Speisen. Bockshornkleesamen, Kardamom, Kurkuma und Asafoetida stärken die Abwehrkräfte, wirken unterstützend auf den Stoffwechsel und die Verdauung.
Besonders in der dunklen Jahreszeit profitiert auch unsere Stimmung von der positiven Wirkung der Gewürzen: Muskat, Pfeffer und Zimt beleben uns, Piment und Vanille helfen gegen Niedergeschlagenheit. Coriander und Bockshornklee stärken die Nerven, Chili und Safran spenden uns Energie.
Aber das Wichtigste: Durch die Gewürze wird jedes Essen zu einem genüsslichen Fest für die Sinne!

 

Für wen ist die Ernährung nach den ayurvedischen Prinzipien sinnvoll?
Für alle, die herausfinden möchten, was Ihnen gut tut, oder planen, ihre Ernährung umzustellen. Für Neugierige, um etwas Neues auszuprobieren, und für Genießer, um mit allen Sinnen zu schlemmen.
Ayurvedisch Kochen ist einfach zu lernen. Und die Meisten sind überrascht, wie vielseitig und lecker Gesundes schmecken kann!

 

Autorin: Nancy Akampita Dubourg

 

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Das neue Genussrezept

Regelmäßig findest Du hier ein neues ayurvedisches Rezept zum Nachkochen. Diesmal...

Fruchtige Schwarzwurzel und Dal mit Spinat

– Die nussige Wurzel trifft auf die süß-saure Ananas und die fein-herbe Note vom Dal... mmmh...

Zum Rezept...

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NEU!

Ab März 2017 biete ich mobile Ayurveda-Massagen in und um Bad Kreuznach. Mehr Infos hier...

Nancy Dubourg

 


Ausgebildete Ayurveda-Köchin, Ayurveda-Therapeutin und Marma-Masseurin
 

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