Ayurveda-Lexikon

 

Gewürze sind viel mehr als eine extra-Prise Geschmack! Ihre Qualitäten, Stimmungen, Geschmack und Wirkungen entfalten sich im gesamten grobstofflichen und feinstofflichen Körper. Mit ihren Heileigenschaften unterstützen und harmonisieren sie viele Vorgänge im Körper: Verdauung, Stoffwechsel etc. Manche regen an, andere beruhigen, einige heben unsere Laune... hier stelle ich ein paar wichtige Gewürze und andere wichtige ayurvedische Lebensmittel.

 

Asafoetida

Asafoetida, auch genannt Asant, Stinkasant oder Teufelsdreck, ist ein Alleskönner bei Bauchbeschwerden aller Art: er ist magenberuhigend und wirkt gegen Blähungen und akuten Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Brechreiz, Durchfall, Krämpfe und Verstopfung.

 

Abends ersetzt er den Geschmack von Knoblauch und Zwiebeln, die im Ayurveda als zu schwer verdaulich fürs Abendessen betrachtet werden.

 

Asafoetida ist für Hülsenfrüchte, Bohnen- und Kohlgerichte unverzichtbar. Er hilft auch bei der Verdauung von Paprika und Pilzen. Durch Erhitzen in Ghee oder Öl entwickelt sich aus dem unangenehmen Geruch eine feine Lauchnote.

Zu kaufen ist Asafoetida als Pulver, meistens gemischt mit Bockshornkleesamen. Es wird sehr sparsam angewendet.

 

 

Datteln

Im Ayurveda dient diese Frucht als allgemeines Stärkungsmittel und Aphrodisiakum. Datteln sind süß und kühlend. Sie sind sehr nährend und stärken das Gewebe auf allen Ebenen. Sie sollen sich positiv und stimulierend auf die männlichen Geschlechtsorgane auswirken. Außerdem enthalten sie viel Eisen.

Datteln finden Verwendung u.a. in köstlichen Desserts und Konfekt.

 

 

Ghee

ist geklärte Butter: ein wesentlicher Grundbaustein der ayurvedischen Küche. Ghee ist überaus gut verträglich und verleiht dem Essen einen unvergleichlichen, leckeren und "runden" Geschmack. Als Heilmittel unterstützt er die Entgiftung bei Ayurveda-Kuren, z.B. bei der Panchakarma-Kur. Ghee selber herzustellen ist ganz einfach... und der Geschmack von selbstgemachten Ghee gibt es nirgendwo zu kaufen! Zum Rezept...

 

 

Grüne Kardamom

Dieses köstliche Gewürz hat viele wertvolle Eigenschaften: er regt Verdauung und Galle an, besitzt eine antiseptische und wärmende Wirkung. Er ist ein allgemeines Stärkungsmittel, und gut gegen Husten. Außerdem leitet er Sauerstoff ins Gehirn, man gewinnt dadurch Klarheit.

Der Kaffee wird durch ihn magenfreundlicher, und er gibt Süßigkeiten einen unverwechselbaren und verführerischen Aroma.

 



Koriander

Verwendet wird die Pflanze schon seit 5000 vor Christus. Erst im 15. Jhd erfuhr sie ihre allmähliche Ausbreitung über Nordeuropa, wo im 17. Jahrhundert Koriander für Parfüm verwendet und als eines der ersten Kräuter 1670 von Einwanderern nach Nord-Amerika eingeführt wurde.

Koriandersamen sind mild und harmonisierend auf das Verdauungs- und Enzymsystem. Sie helfen bei der Verdauung von stärkehaltigen Speisen und Wurzelgemüse. Sie regen Appetit und Verdauung an, lindern Blähungen, entspannen den Darm. Außerdem stärken sie Nerven und Gehirn. 

Koriander gehört neben Kurkuma und Kreuzkümmel zu den typischen Gewürzen für Currys.

 

 

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel ist ein unverzichtbares Gewürz in der ayurvedischen Küche. Das indische Garam masala enthält immer Kreuzkümmel, häufig auch das Currypulver, meistens mit Koriander kombiniert.

Kreuzkümmel lindert Blähungen und Krämpfe, regt die Verdauung an und reguliert die Darmflora.

 

Er beruhigt Nerven und Hohlräume und wirkt blutreinigend.

Er hilft bei der Verdauung von schwerverdaulichen Speisen und passt geschmacklich gut zu Kohl- und Kartoffelgerichten. Er reduziert alle Doshas.

 

 

Kurkuma

Kurkuma hat viele wertvolle Eigenschaften: er hat eine reinigende Wirkung auf Leber, Galle und Blut, schenkt uns Energie, ist harntreibend, desinfizierend und entzündungshemmend. Er soll sogar gegen Krebs helfen. Er passt gut zu Weißkohl, Blumenkohl, Reisgerichte und Rotkraut. Es ist ein sehr gutes Gewürz für Abends. Besonders geeignet für Frühling, Winter, nicht geeignet im Sommer. Kurkuma ist ein Grundbestandteil der Curry-Gewürzmischung.

 

 

Piment

ist aufmunternd, regt Konzentration und Aufmerksamkeit an. Außerdem gleicht er den gesamten Verdauungsvorgang aus.

 

 

Senfsamen

Senf fördert Kreislauf und Durchblutung, beruhigt das Herz, mindert Schleim und Schweiß, fördert geistige Ruhe und Klarheit. 

Im Sommer sollten sie öfters gegessen werden, damit der Hunger angeregt wird!

 

Senfsamen passen gut zu deftigen Gemüse- und Fischgerichten.

In der ayurvedischen Küche werden nur die braunen Senfsamen verwendet.

 

 

Sternanis

regt die Verdauung an, stärkt die Nerven, beruhigt, fördert den Schlaf, wirkt wärmend. Wirkt schleimlösend im Atemtrakt.

Passt geschmacklich wunderbar zu Birnen, in Chutneys oder Desserts.

 

 

Tellicherry-Pfeffer

Die Heimat dieses Pfeffers ist die indische Provinz Thalassery an der Malabarküste im Südwesten Indiens. Diese Region wird auch als Pfefferküste bezeichnet. 

 

Das kraftvolle Aroma unterscheidet sich merklich vom Geschmack herkömmlichen schwarzen Pfeffers: ein würzig-waldiger Geruch und ein warmer, intensiver und nussiger Geschmack kennzeichnen diesen Pfeffer, der in Gourmetkreisen als eine der besten Pfeffersorten der Welt gilt.

 

Wie der schwarze Pfeffer erweckt uns der Tellichery-Pfeffer durch das Feuer in unserem Körper. Er erhitzt den gesamten Organismus, macht aufmerksam und bringt uns gute Laune. Er regt den Stoffwechsel der Sexualorgane an, ist aber NICHT aphrodisierend.

 

 

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Das neue Genussrezept

Regelmäßig findest Du hier ein neues ayurvedisches Rezept zum Nachkochen. Diesmal...

Fruchtige Schwarzwurzel und Dal mit Spinat

– Die nussige Wurzel trifft auf die süß-saure Ananas und die fein-herbe Note vom Dal... mmmh...

Zum Rezept...

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NEU!

Ab März 2017 biete ich mobile Ayurveda-Massagen in und um Bad Kreuznach. Mehr Infos hier...

Nancy Dubourg

 


Ausgebildete Ayurveda-Köchin, Ayurveda-Therapeutin und Marma-Masseurin
 

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